Jubiläumslauf – Mein 20. Marathon beim Bienwald – Marathon am 11.3.2012 in Kandel

Der Bienwald – Marathon am 11.3.2012 in Kandel ist mit Lore und Gunther Mair sowie Rolf Siegel und mich als Jubilar bestens besetzt, die DJK Feudenheim also mal wieder sehr gut vertreten.

Leider kann Holger Gremmers verletzungsbedingt nicht dabei sein – wir vermissen ihn und hätten ihm eine neue Bestzeit gegönnt, da er doch so fleißig trainiert hatte.

Pünktlich um 10 Uhr erfolgte durch Ministerpräsident Kurt Beck der Startschuss. Die Bedingungen waren ideal mit 10 Grad, trocken und bewölkt! Knapp 600 Marathonis und ca. 1100 Läufer wollen die Halbdistanz meistern.

Die Strecke ist ja bekanntlich trostlos, was Zuschauer, Emotionen und Stimmungsnester angeht – es ist aber eine der schnellsten Strecken in Deutschlandund viele Läufer haben hier die allerbesten Aussichten auf Bestzeiten.

Gleich nach dem Startschuss bin ich die ersten 2 KM mit Rolf im 5:10er Schnitt laufen, um gleich ein Zeichen zu setzten und auch gleich in Wettkampfstimmung zu sein.

Natürlich erhoffe ich mir dadurch auch ein gutes/besseres Gefühl für das Tempo, das ich mir selbst für die ersten 10KM vorgenommen habe (5:45-6:00).

Bei KM 8 geht Lore locker an mir vorbei und wünscht mir alles Gute für den weiteren Verlauf – ich wünsche auch ihr das Beste und trabe weiter. Ab KM 10 will ich das Tempo etwas erhöhen, da sich mein Fußproblem, mit dem ich mich seit einiger Zeit herumplage, (noch) nicht bemerkbar macht und ich ein gutes Gefühl habe!

Bei KM 18 kommt mir Rolf, der den ersten Wendepunkt bereits passiert hat,entgegen und lobt mich, ich kann mir sehr gut vorstellen, mein Tempo bis zum Schluss zu halten.

Rolfs Zeitvorgabe mit maximal 2 Stunden bei der Halbmarathonmarke habe ich um 9 Minuten unterboten.„Es läuft ganz gut“, denke ich mir, und komme weiter gut voran.

Das Tempo von 5:20-5:30 kann ich bis KM 28 konstant halten obwohl ich bei meinen Getränkestopps stets auf 5:45 – 6:00 zurückfalle.

Rolf kommt mir nochmal nach dem 2. Wendepunkt entgegen und motiviert mich – wir geben uns „FÜNF“ und laufen weiter.

Leider macht sich ab KM 29 mein Fußproblem bemerkbar, sodass ich das Tempo reduzieren muss (5:45-6:00) aber eigentlich gar nicht will – trotzdem kann ich locker weiter laufen und wundere mich, dass die Kilometer so schnell schwinden, obwohl es doch so trostlos auf der Strecke ist.

Bei KM32 zeigt meine Uhr 2:59h ! Das gibt mir einen schönen Puffer, so dass ich sogar mit einem 6er Schnitt noch die 4 Stunden unterbieten kann. Eines weiß ich ganz genau: die 4 StundenTempo-und Bremsläufer haben heute keine Chance an mir vorbei zu ziehen, das steht fest.

Bei KM 35/38 ist kein „Mann mit dem Hammer“ in Sicht – ich laufe einfach locker weiter und fange bei KM 39 an zu rechnen, ob es wohl zu einer neuen Bestzeit reichen könnte.

Meine alte Bestzeit vom Oktober in Frankfurt ist 3:54h. Es kann ganz knapp werden, aber egal, wie auch immer, weiter geht`s .

Auf den letzten 3 Km kann ich zäh und langsam noch einige Läufer überholen.

Leider kann ich aber mein Tempo wegen der Schmerzen am Fuß nicht steigern und muss es leider „auslaufen“ lassen.

Rolf, der bereits im Ziel war, kommt mir wie immer am Eingang zum Station entgegengelaufen und macht es mir dadurch leicht, die letzten 200-300 Meter auch noch zu meistern – ich ziehe sogar leicht das Tempo an, um auf dem Finisher - Foto auch den Eindruck zu erwecken, dass ich „tief fliege“ (beide Füße in der Luft wäre doch klasse oder?). Geschafft, 3:55h!

Rolf, der diesmal größtenteils nach einem individuellen Plan unseres Trainers Siggi trainiert hat, hat sich mit seinen enormen Trainingsleistungen selbst belohnt und mit 3:33h seine bisherige Bestzeit um ca 9 Minuten unterboten, dazu noch mit einem negativen Split von ca 3 Minuten in der 2. Hälfte. (Wahnsinn, er hat sich somit in einer neuen Liga plaziert)! Gunther meistert die volle Distanz in 4:09h, obwohl er eigentlich kaum trainieren konnte, und Lore hat die Halbdistanz mit 1:56h gefinisht. Wir können alle sehr zufrieden sein.

FAZIT: Gleich zum Jahresbeginn eine Zeit unter 4 Stunden lässt für die weiteren Events in diesem Jahr auf noch bessere Zeiten hoffen. Also, mein Ziel für den Hamburg Marathon Ende April kann nur 3:49h heißen – stimmts?

Andreas Kambouris