MARATHON FRANKFURT 26.10.2014

Am 26.10. fanden Irmgard, Rolf und ich uns wie im letzten Jahr erneut im Startbereich des 33. Frankfurter Marathon wieder. Zusammen mit meinem Geschäftskollegen Günter waren wir also zu viert im Startblock.

20.000 Sportler insgesamt übernahmen die Vormacht auf den Straßen in Frankfurt. Davon wagten sich 15.200 an die gesamte Marathondistanz. Die Weltelite war ebenfalls am Start; es galt einen neuen Weltrekord zu erzielen: Die Strecke ist flach und daher immer gut für Bestzeiten. Im letzten Jahr hatten dazu lediglich vier Sekunden gefehlt. Es war mein sechster Marathon hier in der Bankenmetropole. Auch ohne meinen Freistart wäre ich wieder dabei gewesen, denn dies ist immer ein besonderer Marathonlauf; ein gutes Streckenprofil und eine besondere Atmosphäre zwischen Wolkenkratzer-Skyline und Kleingarten-Idylle.

Der Startschuss fiel pünktlich um 10h und in insgesamt drei Wellen wurden die Läufer auf die Strecke geschickt. Das Wetter war ideal, trockene 13 Grad und die Sonne zeigte sich sogar ein wenig.

Die ersten 12 Kilometer lief ich in Begleitung von Günter; danach war ich für die restliche Strecke auf mich allein gestellt – so wie es eben beim Marathon ist: von unzähligen Läufern umgeben kämpft doch jeder für sich allein. Ich arbeitete die Kilometer ab und versuchte so gut es ging die Atmosphäre auf der Strecke mitzubekommen. Die Zuschauer waren spitze und auch dies ist immer ein Grund, hier an den Start zu gehen.

Rolf hatte sich gleich zu Beginn zurück fallen lassen, um sein eigenes Tempo zu finden. Er war bereits das ganze Jahr verletzt und möchte einfach nur ankommen. Irmgard dagegen lief sehr zielstrebig los, denn sie strebte an, wie im Vorjahr als Erste ihrer Altersklasse aufs Treppchen zu gelangen.

Wir haben alle unser Bestes gegeben und am Schluss standen folgende Ergebnisse fest:

Irmgard 3:45:55, Günter 3:55:31, Rolf 4:06:29 und ich erreichte 3:47:23.

Meinen Traum, mit einer Zeit von 3:39 h meine Bestzeit vom Mai des Jahres in Hamburg (3.42 h) zu übertreffen, konnte ich nicht ganz realisieren. Mit dem Ergebnis hätte ich mich nach zehn Jahren Laufsport auf die Marathondistanz um eine volle Stunde verbessert…

Insgesamt konnte ich jedoch, wie auch die Anderen, durchaus zufrieden sein. Wir waren uns einig, dass dies nicht unser letzter Lauf hier gewesen sein würde. Selbst der Verlust meiner Laufschuhe samt Einlagen und Chip konnte den positiven Eindruck von meinem insgesamt 26. Marathonlauf nicht nachhaltig trüben!

Andreas Kambouris