Mein Marathon Jahr 2009

Leider bin ich während der Vorbereitungszeit zur Laufsaison 2009 im Januar an einer Virusinfektion erkrankt und musste den gebuchten Paris- Marathon im April absagen. Für den Mannheimer- Marathon im Mai reichte die Vorbereitungszeit nicht, also war ich als Helfer (Streckenposten) aktiv (eine schöne Erfahrung). Endlich am 24.05.2009 startete ich dann beim Würzburg- Marathon.

Würzburg Marathon am 24.05.2009

Der Hitze-Marathon forderte Tribut daher 1. Hälfte TOP und 2. Hälfte FLOP! Die Hitzeschlacht (27°C im Schatten!) hat extrem viel Kraft gekostet. Bereits am Start hatten wir 19°C. Die 2. Hälfte hatte mit Sport wenig bis gar nichts zu tun ( ab KM 23 zu viele Gehpausen ). Flasche leer nichts geht mehr! Trotzdem hatte ich auch in der 2. Hälfte schöne Momente die ich nicht vergessen werde - ca. 50m Hand in Hand mit meiner Elke – eine sehr schöne Gehpause! Tosendes Publikum in der Altstadt. Kurz vorm Zieleinlauf wurde ich dann von unseren Rottweiler Lauffreunden Heike und Bernd ins Ziel eskortiert. Ich habe mit letzter Kraft gefinishte 4:36:17.

Meine Vorbereitung zum Karlsruhe und Frankfurt-Marathon war aus beruflichen und familiären Gründen nicht ideal. Vor jedem Event war lediglich nur ein langer Lauf (28 bzw. 32 km) sowie eine durchschnittliche Trainingswochenleistung von 15-20km möglich (also 2 x überhaupt kein Fleiß und doch aber 2 x dafür ein Preis?).

Karlsruhe-Marathon am 20.09.2009

Rolf und ich starteten mit dem Ziel einfach nur ankommen und gut gelaunt finishen. Wir haben unseren 3. Karlsruhe- Marathon einfach nur genossen und Spaß gehabt. Bewusst haben wir die Strecke wahrgenommen! Es sind doch tatsächlich zwischen 20-25 leichte bis mittlere Steigungen drin! Insider- Läufer sprechen nicht ohne Grund von einem anspruchsvollen „Brückenlauf“. Die vielen Tanzgruppen gefielen uns gut (besser als letztes Jahr die Musikgruppen). Schönster Moment des Spaßlaufes: Rolf tanzte als Polonaiseanführer (die hübschen Mädels hinterher) eifrig und taktvoll mit. Wir finishen gemeinsam (ohne Mädels) mit 4:42:00.

Frankfurt-Marathon am 25.10.2009

Der älteste deutsche Marathonlauf fand zum 28. Male statt.
12614 Athleten starteten (Rekord) darunter auch wir vier DJK`ler: Irmgard Uhlig (wollte Bestzeit laufen = 03:49:49), Jürgen Schöffel (wollte „gut“, aber kein Bestergebnis laufen), Rolf Siegel (verschnupft und mit Schulterschmerzen, überlegte noch kurz vorm Start, ob er überhaupt starten sollte) und ich selbst hatte knapp unter 4:30 als Ziel!

Wetter: ideale Bedingungen , 15°C, trocken und sonnig.
Strecke: schneller, flacher Kurs.

Wir liefen von Anfang an getrennt, da jeder seine eigenen Ziele verfolgte. Meine Strategie: Am Anfang nur nicht zu schnell, damit gegen Ende noch was geht! Bei km 7 hörte ich, dass der führende bereits bei km 17 ist (das motivierte nicht wirklich). Bei km 17 kamen von hinten die Pacemaker 04:15 auf mich zu – nur kurz überlege ich ob ich mitziehen sollte („Besser meinen eigenen Rhythmus weiter vertrauen“, dachte ich mir). Ich achte darauf, dass die Pacemaker 04:30 mir nicht zunahe kamen, immer wieder drehe ich mich nach hinten, um zu schauen ob Heidi Schanzenbächer kommt (als Pacemaker). Ich fühlte mich während des gesamten Laufes immer im Kopf (Beine jedoch nicht immer) gut und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass der Lauf eine lange/zähe Phase hatte. Der Frankfurt - Marathon war übrigens mein 13. Marathon überhaupt. Dieses Event hatte mir viel Spaß gemacht, da die Strecke stets gut mit Zuschauern und stimmungsvollen Abschnitten versehen war. Bis ca. km 30 war der Lauf von Taktik geprägt - bei km 32 wollte ich mit eigener Musik (mit Knopf im Ohr) den Rest der Strecke bewältigen. Ab km 35 hatte ich dann richtigen Wettkampfspaß da ich viele Läufer (auch einige Staffelläufer) überholen konnte. Meine Musik (Rolling Stones) hat mich nochmals beflügelt – lediglich die letzten 3km liefen dann wieder (Katie Melua) etwas ruhiger. Der Zieleinlauf war einfach riesig! Ich war mit meinen 04:22 mehr als zufrieden. Es ist doch nicht zu fassen, dass mit (2x) so wenig Trainingsfleiß doch (2x) ein Preis zu haben ist. Irmgard erreichte ihre Bestzeit mit 03:50:08, Rolf meisterte fabelhafte 3:57:00, Jürgen finishte mit guten 04:02:55.

Zum Event: Organisation vor dem Lauf: TOP, nach dem Lauf: FLOP – zähe Übergabe der Medallien und die Duschen funktionierten nicht einwandfrei.

Sonstiges: Streckenrekord durch Gilbert Kirwa (27J.) 02:06:14.
90 000 € gingen nach Kenia!

Übrigens: Bei all meinen bisherigen Marathon- Läufen bin ich stets mit einem anderen Shirt gelaufen. Mein Fazit für das Laufjahr 2009 lautet – auch ohne Bestzeiten macht das Laufen Spaß – tolle Menschen bei den Events am Straßenrand, super Laufkameraden! Meine nächsten Ziele für 2010 sind – Halbmarathon an der schönen Weinstraße und mein 4. MLP-Mannheim-Marathon.

Andreas Kambouris