MLP-Marathon 19.05.2007 - "Mein härtester Wettkampf"

Endlich war es soweit, nachdem im Vorjahr wegen eines Unwetters der Marathon abgesagt werden musste, konnte der Dämmer-Marathon 2007 stattfinden.

Die Laufgruppe der DJK Feudenheim ist zahlreich vertreten, entweder als Helfer am Getränkeversorgungsstand bei KM 12 oder aktive Laufkameraden auf der Strecke.

Am Start zum Hauptlauf (42,195) sind Irmgard, Regina, Isabel, Rolf (Siegel), Rolf (Mohr), Günther sowie zum 1. Mal über die volle Distanz: Volker.

Als Duo-Marathon-Teilnehmer sind angetreten: Reiner mit Jürgen, Konny mit Kameramann Gunter (sowie Begleitschutz auch die 2.Etappe) sowie die "Littmännchen" (Schwestern Anna + Vera).

Heidi tritt für die Halb-Marathon Distanz an, da sie gerade vor 4 Wochen den Hamburg-Marathon gemeistert hat (gefinisht mit 03:50:27)!

Probleme gibt es vor dem Start, da die Läufer nur schwierig in den eigenen Startblock kommen: Absperrungen behindern den Weg! Bei sehr schwülen Temperaturen fällt um 18:15 Uhr der Startschuss. Fast 3000 Marathonies setzen sich in Bewegung.

Bereits in Seckenheim wissen wir, dass dieser Wettkampf alles abverlangt! Die gesteckten Ziele mußten überdacht und eventuell revidiert werden. Der Puls ist bei mir 10-15 Schläge höher als noch zuletzt in Freiburg (170 vs 155-160). Mein Kopf glüht, die Luft steht fast (nur ein Hauch von Wind)!

Bereits an der ersten Brücke nach Ludwigshafen sind meine Beine schwer und träge!! Rolf Siegel setzt sich bereits jetzt schon von mir ab. Dabei wollte ich ihn eigentlich erst bei KM 36 loslassen bzw. ziehen lassen (wenn überhaupt!).

Gunter hält zu mir noch etwas Blickkontakt, erkennt jedoch sofort, dass heute bei mir nichts geht! Die erste Brückenüberquerung steckt noch einige Zeit in meinen müden Beinen.

Sollte ich zum 1. Mal aufgeben (müssen) und nicht finishen? Dabei war ich doch ausgeruht und schmerzfrei vor dem Start! Waren die 7 Wochen nach dem Freiburg-Marathon doch zu knapp gewesen? Doch siehe da, nach einem kleinen Boxenstopp bei KM 25: ein kleines Hoch lässt mich auf einmal mit richtig gutem Rhythmus laufen, sogar Überholen ist auf einmal drin.

Trotzdem Strategiewechsel: Ab sofort an den Versorgungspunkten eine kleine Gehpause einlegen (Tipp von Regina) sowie nächste Steigung im langsamen Trab versuchen zu überwinden.

Zwischenfazit: Die schwüle Temperatur zu Beginn sowie die Brücke waren bisher mein Problem. Nur langsam konnte ich mich von den Steigungen der Brücken regenerieren. 4 x Power-Riegel, 5 x Salztabletten sowie 2 zusätzliche kleine Getränkeflaschen am Gürtel waren bisher äußerst wertvoll!

Bei KM 32 reiße ich meine Mütze runter - Kämpfen und die letzten 10 km durchhalten! Hatte noch nie soviel Tunnelblick wie dieses Mal! Kopf hoch, Brust raus und Haltung bewahren, dachte ich. Auf der langen und zähen Brücke nach Mannheim (KM36) treffe ich endlich auf Laufkamerad Günther und hoffe sehr auf einen gemeinsamen Zieleinlauf mit unserem Co-Trainer. Kann jedoch leider Günther's lockeren Schritten nicht mehr folgen und schleppe mich nun wieder alleine weiter.

Sigi feuert mich am Straßenrand in der Kunststrasse nochmals an, dann Augustaanlage rauf und wieder runter. Schreie, Blicke, Gänsehaut, feuchte Augen, kaum Luft zum Atmen. GESCHAFFT!!! Zeit: 4:22:11! Mein härtester Wettkampf von allen!

Marathon

Irmgard 3:55 (Respekt)
Rolf Siegel 3:58 (fantastisch, nach Freiburg)
Regina 4:15 (7 Wochen nach Freiburg!!!!)
Volker 4:49 (super, 1.Marathon)
Rolf Mohr 4:58  
Hubert 4:59 (Rolf und Hubert im Gleichschritt)
Ralf Snackers 4:27 (Top, mir dicht auf den Fersen)

Duo-Marathon

Reiner/Jürgen 4:11
Littmännchen 3:56

Andreas Kambouris