Große Freude über kühle Temperaturen beim 7. MLP-Marathon in Mannheim

1474 Marathonis und 3868 Halbmarathon Läufer starten um 17:45 bei idealen Laufbedingungen.

Anna (Littmann), Rolf (Siegel) und ich genießen die tolle Atmosphäre (dicht stehende Zuschauer mit La Ola Welle). Mein Ziel für heute – an die Leistung vom Kandel Marathon ( 3:56:04) anknüpfen und wieder knapp unter 4 Stunden finishen. Rolf sollte in gewohnter Weise unter 4 Stunden liegen und Anna (im luftigen Sommer Outfit) möchte so lange als möglich mit uns mithalten, so ihre Ansage.

Wir sind zu schnell losgelaufen und versuchen den richtigen Rhythmus zu finden (nicht so leicht bei so vielen schnellen Duo – und Staffelläufern (immerhin 2888).

KM 10 – 54:58
Schnell noch während des Laufs ein Foto von Heidi Schanzenbächer (sie finisht später die Halbmarathondistanz mit 1:57:54), bevor wir in Seckenheim einmarschieren. In Seckenheim (…wo sich Rolf am wohlsten fühlt - HEIMSPIEL) wollen wir bei dieser tollen Stimmung und vor den vielen Bekannten von Rolf einfach nicht das Tempo rausnehmen – wir haben ja schließlich auch unseren Stolz!

Siggi stets in unserer Nähe macht stark auf sich aufmerksam und lässt sich von uns ziehen ( drei Hasen hat ja auch nicht jeder zur Verfügung). Siggis Laufrhythmus gewohnt präzise wie ein Schweizer Uhrwerk!

Wir kommen gut voran, laufen auf Günter (Kohr) auf und machen Witze. Hubert gibt sich sehr viel Mühe mit einer kleinen Plastiktrompete. Es gibt doch tatsächlich Streckenposten (Name und Verein wird nicht genannt) mit den Händen in der Tasche anstatt uns anzufeuern – wir feuern sie an, uns anzufeuern. Wir drei Hasen verabschieden an der Halbmarathonwende Siggi und wünschen eine schöne Schlussphase. Siggi finisht mit tollen 1:55:04!! Wir laufen weiter in Richtung Ludwigshafen und reden nur wenig – es ist auch alles klar , wir sind weiter auf Kurs unter 4 Stunden.

KM 21,1 – 1:55:20
Auf der Brücke nach Ludwigshafen kommt uns wie jedes Jahr der Führende und spätere Sieger Isaak Cheruiyot aus Kenia (2:19:31) entgegen – wir applaudieren und feuern ihn an! In Ludwigshafen genießen wir eine idyllische Fackelstraße und an zwei Stellen war richtig gute Stimmung.

KM 32 – 2:49:00 Rolf rechnet uns vor, wieviel Puffer wir bis zu 4 Stunden haben. Rolf setzt sich von uns ab ( …wie immer unser Käptn kann es nicht lassen und lässt es richtig rollen (5:15). Anna wird immer stärker, macht einen entschlossen Eindruck auf mich ( …eine tolle Kämpferin).

Leider habe ich ab KM 35 Probleme mit meinem rechten Fuß (mittlerer Zeh schmerzt stark beim Abdrücken bzw .Abrollen ). Zweimal kann ich nach dem kurzen aber starken Schmerz wieder auf Anna aufschließen – jedoch beim 3. Mal war es mir nicht mehr möglich gewesen. Ich muß mich zurückfallen lassen, kämpfe mich aber durch bis zum Ziel. Anna, Rolf und ich treffen uns gleich nach dem Zieleinlauf für ein gemeinsames Foto.

Rolf (3:52:55) ruft begeistert „ Mensch, Andreas, du hast schon wieder unter 4 Stunden ( 3:56:20) gefinisht!“. Ich bedanke mich bei Anna (3:55:33), die mich über die lange und zähe Brücke von Ludwigshafen nach Mannheim gezogen hat. Wir sind alle höchst zufrieden und lassen uns noch massieren bevor wir uns verabschieden.

Weitere Highlighs: Jürgen (Schöffel) als souveräner Hase für Heike Rüger unterwegs (unsere Lauffreundin aus Rottweil) meistert die Halbdistanz mit 1:53:50. Gute Vorbereitung für die 100 Km in Biel. Isabel (Stefans Sonnenschein) hat die volle Distanz mit 4:30:04 gemeistert. Patricia (Busch) wird für ihre starken Trainingsleistungen belohnt und finisht die Halbdistanz mit 1:59:41. Günter (Kohr) finisht ebenfalls die Halbdistanz mit 1:55:48. Unser Rainer (Gremmelspacher) schafft die Halbdistanz mit 1:53:54 und Ulrike(Manthey) finischt mit 2:18:55. Regina (Gremmelspacher) meistert mit Inliner die Gesamtstrecke mit tollen 2:29:58. Franz Josef Klüber meistert die Halbmarathonstrecke mit 1:59:15. Gratulation auch an unseren Helferstand am Fernmeldeturm mit Streckenposten für den tollen Job. Bernd (unser Lauffreund aus Rottweil) war als Betreuer von Heike mit dabei . Nach seiner schweren Krankheit will er baldmöglichst auch wieder laufen. Weiterhin alles Gute von uns allen!

Andreas Kambouris