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New Orleans Mardi Gras Marathon / Halfmarathon Feb. 25, 2007"Welcome to the beautiful South"
New Orleans ist doch diese sagenumwobene Stadt direkt im Mississippi – Delta wo der schwarze Jazz zu Hause ist und die 2006 in so trauriger Erinnerung kam, als die Stadt, die von den Folgen des Wirbelsturms „Kathrina“ so überaus heftig getroffen wurde. Wir haben die Bilder vom Louisiana Superdome in der Stadt noch vor uns, der als Auffanglager für Tausende Obdachloser diente, deren Häuser überflutet waren. Auch der Marathon ist 2006 aus diesem Grund leider ausgefallen. Die Leute hatten andere Sorgen. Diese Stadt laufend zu erforschen, hat schon einen Reiz. Start und Ziel direkt am Superdome, die Laufstrecke durch French Quarter mit Burbon Street, Canal Street und durch die Vororte.
Eigentlich bin ich nicht fit – die letzten Wochen so gut wie nix trainiert und immer
noch mit den Rückständen einer üblen Erkältung in den Socken. Der Zielschluß
von 4 Stunden ! ! ! für den Halbmarathon lassen mich dann aber doch wieder
Zutrauen finden. Aber Holla !! wenn das nimmer geht!! Unter 2 Stunden wär’ doch
gut. Den Ganzen will ich mir momentan dann doch nicht zumuten. Und wie Jürgen
richtig sagt: "die Laufen dort in Meilen !" Also: uffbasse.....
Außerdem: nagelneue Schuhe!
Drei Minuten vor dem Start die Worte des Bürgermeisters anschließend drehen wir uns alle zur Flagge – alle!! nehmen die Kappen ab – und wir singen/hören alle gemeinsam die Amerikanische Nationalhymne. Was für ein Gefühl auch für mich als Teilzeitami ! Geil.
Danach geht’s raus in die Vororte und den City Park. Landschaftlich einsame Klasse wenn auch sehr, sehr viele wunderschöne, alte Holzhäuser aus der Jahrhundertwende wohl nie mehr restauriert werden. Jammerschade, aber die Leute sind nach Kathrina weg; haben anderswo neue, einfachere Wurzeln gefunden. So verrotten dort wahre architektonische Schätze entlang der Straßen.
Bei Meile 5 kommt uns die Spitze auf der anderen Straßenseite entgegen, die dort
schon über 9 Meilen gelaufen sind. Ein Jubel geht durch die Menge.
Überhaupt hat nicht nur das Laufen hier in US eine sehr
Bei Meile 10 verlassen wir den wunderschönen City Park wieder. Dort sehen wir
auch das Trio auf der Gegenseite, das den Abschluß des Feldes bildet – mit dem
Besenwagen direkt dahinter. Die Drei Mädels sind da gerade mal bei Meile 4 und
bringen es gemeinsam auf vorsichtig geschätzte 500kg.
Man lernt hier ja wirklich, tolerant zu sein. „Doing great, Ladies. Doing great”.
Hmmmm.....Jetzt machen auch die 4 Stunden wieder Sinn.
Der Zieleinlauf ist dann wieder von Menschen gesäumt. Zieleinlauf, Medaille, Trinken, Essen (Subway ist einer der Hauptsponsoren), langsam Runterfahren. Ich bin soooo zufrieden. Am Auto ( .. steht ja in der Nähe ) spricht mich noch einer der Funktionäre des NOTC (New Orleans Track Club) an und gratuliert mir. Wir unterhalten uns noch eine Dreiviertelstunde und nehmen uns beide zum Abschluß das Versprechen ab, uns im März bei 20k – Run wiederzutreffen.
Ach, ja, die nüchternen Zahlen:
..... und wirklich niemanden, aber auch garniemanden Bekanntes getroffen. Aber: "Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt." Rolf Mohr |
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Durch Zufall schaue ich am Dienstag in’s Internet "running in U.S" unter LA
und finde doch tatsächlich den New Orleans Mardi Gras Marathon/
Halfmarathon am kommenden Sonntag. Anmeldung nur noch vor Ort möglich.
Start ist um 7:00 Uhr morgens! Bitte frühzeitig da sein, damit
das mit dem Parkplatz am Superdome klappt.
Ich stand dann ca. 250 Fuß vom Start weg, schließlich war ich
um 3:30 Uhr aufgestanden.
...und ab geht’s.
Die ersten Meilen durch Downtown New Orleans mit seinen Jazzkneipen
und Burbon Street langsam so mit 5:30 für den km zum Rhythmus
finden. Außerdem gips viel zu sehen. Alles wieder schön hergerichtet –
Tourismus ist hier eben doch ein Faktor. Wie steht in der Ausschreibung:
Recover. Rebuild. ReNew.
angenehme Seite. Speziell hier im Süden. Die Leute sind sehr
freundlich und feuern jeden an. „Keep it up“, „Doing great“,
„come on, let’s go“ und auch die Läufer selber bedanken sich
sehr häufig bei den meist freiwilligen Polizisten, die die
Straßen sperren. „Thank you so much for being here“ – „You are welcome“. So hört
sich ein typische Wortwechsel zwischen Läufer und Polizisten an. Die Art und
Weise miteinander umzugehen ist schon klasse.
Jetzt nur noch zurück zum Superdome. Die Straßen wechseln,
das Gesamtbild bleibt. Herrliche Häuserzüge mit dicken Eichen
vor den Holzhäusern (Onkel Tom lässt grüßen) aber eben viele
davon auch „down“, wechseln mit Industriewelt. Die
überall im Straßenbelag eingebetteten
Muschelschalen lassen die Meernähe von New
Orleans erahnen.
Hat gut getan, einfach noch mit jemandem die Emotionen auszutauschen.
... war eine schöne Art, die große, kleine Stadt New Orleans ein Wenig kennen zu
lernen. Ich werde sie mir noch etwas genauer ansehen.