10 Jahre Nibelungenlauf in Worms am 08.09.2013

Ganz spontan und somit kurzfristig haben Rolf Siegel und ich mich für den zehnjährigen Jubiläums-Halbmarathon in Worms am 8.9.2013 angemeldet.

Für Rolf war es ein wichtiger Tempolauf zur Vorbereitung für den Ende September stattfindenden Berlin Marathon und für mich ein wichtiger Belastungstest nach meiner Muskelfaserriss Verletzung aus dem Lauf in Wilhelmsfeld am 7.7.2013.

Es hatte also jeder für sich gute Gründe, mal wieder in Worms an den Start zu gehen.

Kurz vorm Start erinnere ich mich an das tolle Event aus 2007 hier an gleicher Stelle. Mein Bericht „Käpt`n, Power und ich“ konntet ihr ja schon lesen.

Pünktlich um 10Uhr fällt der Startschuss. Die meisten Läufer haben sich für die Distanz von 10 KM angemeldet und daher ist das Feld auch von Anfang an recht flott unterwegs. Die schnelle und flache Strecke ist recht verwinkelt und geht zunächst durch die Innenstadt bevor sie dann ins Grüne übergeht.

Die Stimmung ist recht ordentlich und es ist kurzweilig. Es ist einfach nur schön, mal wieder neben Rolf zu laufen und mein Ziel ist es solange als möglich mitzuhalten. Immer wieder erkundigt sich Rolf wie es mir geht.

Leider muss ich ihn bei KM 9 ziehen lassen, beobachte ihn aber noch eine Weile bis er dann bald nicht mehr zu sehen war.

Es ist auf alle Fälle zu schwül und zu warm (über 20 Grad), und bisher macht meine „Problemwade“ super mit. Die leichten, wenigen Steigungen meistere ich gut und an den Verpflegungsstellen nehme ich mir immer kurz Zeit, die Wasserbecher auch richtig aufzunehmen.

Immer wieder ziehe ich langsam aber stetig an anderen Läufern vorbei und kann somit einige Plätze gut machen. So richtige Wettkampfstimmung will bei mir aber nicht aufkommen, da ich wegen der Verletzung eher verhalten laufe und nichts riskieren will.

Schmerzfrei ankommen ist mein oberstes Ziel. Es läuft gut und mein Gefühl sagt mir: „weiter so wie bisher“. Von Rolf ist nichts mehr zu sehen – bestimmt hat er in der zweiten Hälfte mal wieder das Tempo angezogen, da er sich nicht länger zurückhalten konnte und ihn der „Jagdtrieb“ gepackt hat.

Noch drei KM und ich denke mir, dass es nach einem guten Testlauf aussieht und ich somit für den Halbmarathon am 21.09.2013 in Karlsruhe und für den Frankfurt-Marathon im Oktober gute Aussichten habe, diese Events bestreiten zu können.

Ich finishe mit 1:53 und habe somit meine Erwartungen mehr als übertroffen.

Rolf hat tolle 1:48 hingelegt und hatte - so wie ich es vermutete - in der zweiten Hälfte etwas Dampf gemacht.

Andreas Kambouris