{"id":622,"date":"2022-02-09T11:41:53","date_gmt":"2022-02-09T10:41:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.djk-feudenheim.de\/Triathlon\/test_lore\/wordpress\/?page_id=622"},"modified":"2022-02-09T11:45:07","modified_gmt":"2022-02-09T10:45:07","slug":"2008-viernheim-christiane","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.djk-feudenheim.de\/Triathlon\/2008-viernheim-christiane\/","title":{"rendered":"V-Card Triathlon Viernheim 2008 oder<br>   \u201eDas selbst verschuldete Desaster\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Vier Wochen nachdem ich in Roth gefinisht hatte, hatte ich immer noch null Motivation mich auch nur minimal anzustrengen, weniger k\u00f6rperlich als vielmehr mental. Ich war vollkommen zufrieden damit, mal ein bisschen Rad zu fahren (flach nat\u00fcrlich!), am Baggersee zu faulenzen oder 5-6 km zu joggen. Lust auf einen Wettkampf hatte ich allerdings trotzdem, also meldete ich mich f\u00fcr Viernheim an. Es war ja noch sooo viel Zeit zum Trainieren!!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit verging. Pl\u00f6tzlich waren es nur noch zwei Wochen. Jetzt sollte ich vielleicht mal so ganz langsam anfangen mit der Vorbereitung. \u201eNur\u201c 1500 m Schwimmen, 46 km Rad und 10 km Laufen \u2013 es m\u00fcsste ja mit dem Teufel zugehen, wenn ich das nicht packen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es ging tats\u00e4chlich mit dem Teufel zu. Nach 1200 m im Herzogenriedbad war ich platt. Nun ja, es war ja in letzter Zeit relativ k\u00fchl, und mit Neo ist die Strecke ja locker zu bew\u00e4ltigen. Und Laufen ist ja meine Lieblings-Disziplin, also muss ich nur noch ein wenig den Berg hinauf radeln. Oh je, Wilhelmsfeld: Abbruch, Ursenbacher H\u00f6he: Mit letzte Kraft, Apfelallee: ok. Aber die Juh\u00f6he hat immerhin 15% Steigung, sch\u00e4tzungsweise doppelt so viel wie die Apfelallee, also nehme ich sie am Sonntag vor dem Wettkampf in Angriff. Mit stolzen 5 km\/h halte ich mich gerade noch so im Gleichgewicht, bei den anderen 3 \u201eH\u00fcgeln\u201c lege ich noch mindestens 2-3 km\/h darauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag Abend vor dem Wettkampf treffe ich mich mit Freunden. Wir haben uns lange nicht gesehen, die Zeit vergeht wie im Flug, gegen 02:30 komme ich nach Hause. Egal. Ich packe noch mein Sachen, bringe mein Rad auf Hochglanz und liege schlie\u00dflich um 03:30 im Bett.<\/p>\n\n\n\n<p>Erbarmungslos klingelt 4 Stunden sp\u00e4ter der Wecker, zum Gl\u00fcck holt mich Stefan Hauschild ab, mit der OEG h\u00e4tte ich fr\u00fcher aus den Federn m\u00fcssen. Dann der \u201eSchock\u201c in Viernheim: Neoprenverbot. Stefan ist gl\u00fccklich, ich fluche in mich hinein. Ich wei\u00df zwar noch nicht, wie ich durchkommen soll, aber abbrechen werde ich nicht, und Letzte werde ich auch nicht sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Wie immer haben wir nach dem Einchecken noch jede Menge Zeit. Mit Tee, Milchreis und der Sonntagszeitung mache ich es mir gem\u00fctlich. Bald bin ich kurz vor dem Einschlafen, hole mir am Kiosk einen Kaffee.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann endlich der Startschuss. Aber zum ersten Mal fehlt mir jegliches Wettkampffieber, ich komme einfach nicht in Schwung, weiche Zweik\u00e4mpfen aus und steige daher relativ ausgeruht und gem\u00fctlich als eine der Letzten aus dem Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso locker gehe ich die Radstrecke an. Mein Kopf wei\u00df zwar, dass dies ein Wettkampf ist, aber er feuert keinerlei Impulse in Richtung Adrenalinaussch\u00fcttung. Also fahre ich einfach nur viermal bergauf und viermal bergab, genie\u00dfe die Landschaft und habe einfach nur Spa\u00df am Radeln. Nur die letzten paar Kilometer, da machen meine Beine pl\u00f6tzlich Tempo, auf einmal bin ich so richtig schnell und \u00fcberhole sogar!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch schon auf der Laufstrecke ist der Schwung wieder weg. Eigentlich jogge ich nur durch den Wald, tausche Bemerkungen mit Ordnern und Zuschauern aus und finde alles ganz herrlich entspannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend fiel auch meine Endzeit aus: Schon die Laufzeit von 01:01:01 war exakt berechnet, aber dann in genialen 04:05:06 zu finishen, das schafft wirklich nicht jeder!!<\/p>\n\n\n\n<p>Christiane Selter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Wochen nachdem ich in Roth gefinisht hatte, hatte ich immer noch null Motivation mich auch nur minimal anzustrengen, weniger k\u00f6rperlich als vielmehr mental. Ich war vollkommen zufrieden damit, mal ein bisschen Rad zu fahren (flach nat\u00fcrlich!), am Baggersee zu faulenzen oder 5-6 km zu joggen. 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