{"id":772,"date":"2022-02-15T20:37:05","date_gmt":"2022-02-15T19:37:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.djk-feudenheim.de\/Triathlon\/test_lore\/wordpress\/?page_id=772"},"modified":"2022-04-30T12:01:26","modified_gmt":"2022-04-30T10:01:26","slug":"2006-halbmarathon-bruchhausen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.djk-feudenheim.de\/Triathlon\/2006-halbmarathon-bruchhausen\/","title":{"rendered":"Triumph beim Halbmarathon Bruchhausen &#8211; 02.12.2006"},"content":{"rendered":"\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.djk-feudenheim.de\/Triathlon\/daten\/bilder_zu_berichten\/bruchhausen-2006-01.jpg\" vspace=\"10\" hspace=\"10\" align=\"right\"> Heute will ich es wissen: Schaffe ich es, erstmals die 2 Stunden zu unterbieten? Die Startzeit ist ja optimal, um 14:20 bin ich eigentlich wach. Obwohl wir schon Anfang Dezember haben, herrscht ein herrliches Sp\u00e4therbstwetter, der ganze Wald leuchtet in rot und gold. Nach dem Startschuss laufe ich locker los, Siggis Vorgabe liegt bei 05: 45 auf den Kilometer &#8211; hoppla, bei km 1 liege ich bei 05:25. Ich drossle sofort das Tempo und schon bin ich durcheinander mit dem Rechnen. Na ja, egal, dann orientiere ich mich in &#8222;F\u00fcnferschritten&#8220;. Und das klappt auch, nach 5 km liege ich bei 27 Minuten. Bei Kilometer 12 bin ich immer noch ungef\u00e4hrdet im Soll, langsam werde ich warm und fange an, den einen oder anderen zu \u00fcberholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann w\u00e4re ich am liebsten Amok gelaufen. Da f\u00e4hrt doch tats\u00e4chlich einer die Ellenbogen aus, dr\u00e4ngt mich in einer Linkskurve so ab, dass ich mich zur\u00fcck fallen lassen muss um die entgegen kommenden L\u00e4ufer nicht zu behindern. Innerlich koche ich vor Wut, lasse mich aber nicht provozieren, sondern erhole mich ein paar Minuten in seinem Windschatten. Und dann beschleunige ich ganz behutsam, atme m\u00f6glichst leise &#8211; und schon ziehe ich an ihm vorbei. Er versucht zwar noch, sich an mich dran zu h\u00e4ngen, aber er kann das Tempo nicht mehr halten. Da freuen sich die Endorphine!<\/p>\n\n\n\n<p>So langsam werden jedoch auch bei mir die Beine schwer. Da schlie\u00dft nach etwa 15 km ein anderer L\u00e4ufer zu mir auf, erz\u00e4hlt mir, dass er erstmals unter 2 Stunden laufen will und ein Freund h\u00e4tte ihm den Tipp gegeben, sich auf die letzten Kilometer an eine L\u00e4uferin zu halten: Frauen k\u00f6nnten ihre Kr\u00e4fte besser einsch\u00e4tzen. Wunderbar, sage ich, da haben wir ja beide das gleiche vor. Und ohne viele Worte zieht einer den anderen mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Kilometer 18 &#8211; Zeit 01: 42! Da ist uns klar, unser Ziel ist tats\u00e4chlich in greifbarer N\u00e4he. Und beinahe stellen wir uns dann selbst noch ein Bein. Befl\u00fcgelt von dem Gedanken, pers\u00f6nliche Bestzeit zu laufen, schaut keiner mehr auf die Uhr. Ich bin die erste, die merkt, dass etwas nicht stimmt. Mir wird fast schwarz vor den Augen, meine Beine f\u00fchlen sich wie aus Watte an. Ich sage, dass ich einen totalen Einbruch habe, er kontrolliert die Zeit und zieht ebenfalls sofort die Notbremse: Wir hatten uns doch tats\u00e4chlich auf einen &#8222;F\u00fcnferschnitt&#8220; hoch gepuscht! Eine Autobahnbr\u00fccke gibt mir fast den Rest. Doch dann kommen die Kr\u00e4fte wieder zur\u00fcck, nur noch ein paar Kurven &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>01:59:06!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Christiane Selter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute will ich es wissen: Schaffe ich es, erstmals die 2 Stunden zu unterbieten? Die Startzeit ist ja optimal, um 14:20 bin ich eigentlich wach. Obwohl wir schon Anfang Dezember haben, herrscht ein herrliches Sp\u00e4therbstwetter, der ganze Wald leuchtet in rot und gold. 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